Razzia gegen mutmaßliches illegales Online-Casino-Netzwerk: Ermittler durchsuchen 11 Objekte in Hessen und Nordrhein-Westfalen

Vera Schwarz · Oct 7, 2026

Razzia gegen mutmaßliches illegales Online-Casino-Netzwerk: Ermittler durchsuchen 11 Objekte in Hessen und Nordrhein-Westfalen

Polizeifahrzeuge und Ermittler bei einer Razzia in einem städtischen Gebiet in Deutschland

Deutsche Behörden haben im Rahmen einer groß angelegten Operation 11 Objekte in Frankfurt, der Rhein-Main-Region sowie in Köln durchsucht, wobei Polizei, Staatsanwaltschaft und Steuerfahnder gemeinsam vorgegangen sind, und dabei ein Netzwerk illegaler Online-Casinos ins Visier genommen haben, das vor allem virtuelle Slots angeboten haben soll.

Fünf Verdächtige wurden angeklagt, weil sie seit mindestens Juli 2021 nicht lizenzierte Plattformen betrieben haben sollen, während die Ermittlungen ergaben, dass das Netzwerk zwischen Mitte 2021 und Ende 2023 Wetteinsätze in Höhe von 5,86 Milliarden Euro verarbeitet haben soll, Steuern in Höhe von 77,6 Millionen Euro hinterzogen worden sein sollen und Vermögenswerte im Wert von 82 Millionen Euro beschlagnahmt oder eingefroren wurden.

Ablauf der koordinierten Durchsuchungen

Die Aktion umfasste mehrere Standorte gleichzeitig, sodass Ermittler in Frankfurt am Main, weiteren Teilen der Rhein-Main-Region und Köln tätig wurden, und die Behörden koordinierten ihre Schritte, um Beweismaterial zu sichern, Server-Zugriffe zu unterbinden sowie finanzielle Spuren zu verfolgen, während die Verdächtigen mit dem Betrieb der Plattformen in Verbindung gebracht werden.

Die Vorwürfe richten sich gegen ein Netzwerk, das virtuelle Automatenspiele ohne die erforderliche Erlaubnis nach deutschem Recht angeboten haben soll, und die Ermittler stützten sich auf Daten, die den Zeitraum von Juli 2021 bis Dezember 2023 abdecken, wobei die Umsätze und die daraus resultierenden Steuerausfälle im Mittelpunkt der Anklage stehen.

Finanzielle Dimensionen des Falls

Die verarbeiteten Wetteinsätze beliefen sich laut Ermittlungen auf 5,86 Milliarden Euro, und daraus ergaben sich Steuerrückstände von 77,6 Millionen Euro, während die Behörden gleichzeitig Vermögenswerte im Umfang von 82 Millionen Euro sichergestellt haben, und diese Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der Operation über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren.

Branchenverbände wie der Deutsche Online Casino Verband (DOCV) und der Deutsche Sportwetten Verband (DSWV) haben auf die Dimensionen der Durchsuchungen verwiesen, um die Schätzungen der Regulierungsbehörde zur Größe des Schwarzmarktes infrage zu stellen, und dabei auf eine von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Auftrag gegebene Studie sowie den Tätigkeitsbericht 2025 Bezug genommen.

Ermittler bei der Sicherstellung von Unterlagen und elektronischen Geräten während einer Durchsuchung

Reaktionen der Verbände und regulatorischer Kontext

Der DOCV und der DSWV haben die Ergebnisse der Razzia genutzt, um auf Diskrepanzen zwischen den behördlichen Schätzungen und den tatsächlichen Marktvolumina hinzuweisen, während sie argumentieren, dass die ermittelten Umsätze auf eine größere Präsenz illegaler Anbieter hindeuten, und die Verbände verweisen dabei auf Daten aus der GGL-Studie sowie dem Tätigkeitsbericht 2025.

Die Anklage gegen die fünf Verdächtigen stützt sich auf den Betrieb unlizenzierter Seiten seit Juli 2021, und die Ermittlungen haben gezeigt, dass die Plattformen primär virtuelle Slots angeboten haben sollen, während die Behörden parallel finanzielle Transaktionen und Server-Infrastrukturen untersucht haben, um die Vorwürfe der Steuerhinterziehung und des illegalen Glücksspiels zu untermauern.

Weitere Ermittlungsaspekte

Die Durchsuchungen erstreckten sich über drei Regionen, und die beteiligten Behörden arbeiteten eng zusammen, um sicherzustellen, dass digitale Spuren nicht verwischt werden konnten, während die Beschlagnahme von 82 Millionen Euro an Vermögenswerten zeigt, wie umfangreich die finanziellen Verflechtungen gewesen sein sollen, und die Ermittler haben dabei sowohl physische als auch digitale Beweismittel gesichert.

Die Zahlen zu den Wetteinsätzen und den Steuerausfällen stammen aus dem Zeitraum Mitte 2021 bis Ende 2023, und sie bilden die Grundlage für die Anklagepunkte, während die Verbände in ihren Stellungnahmen betonen, dass solche Fälle die Notwendigkeit einer genauen Markteinschätzung unterstreichen, und sie verweisen dabei auf die GGL-Studie sowie den Tätigkeitsbericht 2025, die im Oktober 2026 weiterhin in regulatorischen Diskussionen zitiert werden.

Aktueller Stand und Auswirkungen

Die Ermittlungen haben zu konkreten Anklagen geführt, und die beschlagnahmten Vermögenswerte bleiben vorläufig gesichert, während die betroffenen Plattformen offline gegangen sind, und Beobachter verfolgen, wie sich der Fall auf die Bewertung des illegalen Marktes auswirkt, wobei die Verbände die ermittelten Volumina als Argument gegen niedrigere offizielle Schätzungen nutzen.

Fazit

Die koordinierte Razzia gegen das mutmaßliche illegale Online-Casino-Netzwerk hat die Dimensionen des Falls mit Wetteinsätzen von 5,86 Milliarden Euro, Steuerausfällen von 77,6 Millionen Euro und sichergestellten Vermögenswerten von 82 Millionen Euro deutlich gemacht, und die Anklagen gegen fünf Verdächtige sowie die Stellungnahmen der Verbände DOCV und DSWV zeigen, wie solche Operationen in die laufenden regulatorischen Debatten einfließen, während die Bezugnahme auf die GGL-Studie und den Tätigkeitsbericht 2025 den Kontext für weitere Einschätzungen liefert. Weitere Details zur Razzia sind in der Berichterstattung nachzulesen.